"Harz - Wernigerode - Hahnenklee - Goslar"

vom 30.05. - 01.06.2008

Freitag, 30.05.2008

Zu früher Morgenstunde warteten die Reiseteilnehmer vor dem Rathaus in Elmpt auf den Bus. Der Himmel hatte sich aufgehellt, denn eine Stunde vorher war noch ein Unwetter über Niederkrüchten gezogen. So sahen alle freudig der Fahrt zu einem der schönsten Mittelgebirge Deutschlands entgegen.

 

Gegen 09.30 Uhr kam man in Soest an, wo im Café/Restaurant Mariengarten ein reichhaltiges Frühstücksbuffet für eine kräftige Stärkung bereit stand. Und wer sich den Blutdruck messen lassen wollte, konnte das hier auch tun. Denn das Restaurant Mariengarten war ein Teil eines Krankenhauses.

 

Am frühen Nachmittag traf man im HKK Hotel Wernigerode **** ein. Nachdem die Zimmer bezogen wurden und man sich etwas erfrischt hatte, warteten zwei Stadtführerinnen auf die Reisegruppe, um die Schönheiten dieser Stadt zu zeigen. Die am Nordrand des Harz gelegene Stadt geizt nicht mit ihren Reizen: In einzigartiger Faszination und Vielfalt wetteifern prachtvolle Fachwerkhäuser um die Gunst der Besucher, das "Älteste" von ihnen steht schon seit 1400. Nicht weniger kurios ist das "Kleinste Haus", heute als Museum zugänglich oder das "Schiefe Haus".

Eine Perle mittelalterlicher Baukunst ist das Rathaus, bekannt und geschätzt als Ort der Trauungen in historischem Ambiente.

Hoch über der Altstadt thront Schloss Wernigerode, welches Blicke in die fürstlichen Gemächer ermöglicht und ganzjährig mit wechselnden Ausstellungen aufwartet.

Samstag, 31.05.2008

Am Vormittag wurde die Baumanns-Höhle besichtigt. Bei den hohen Temperaturen außen war es in der 8 Grad kühlen Höhle recht frisch. Die Höhle wurde einer Sage nach Mitte des 16. Jahrhunderts zufällig durch den Bergmann Friedrich Baumann entdeckt, als dieser auf der Suche nach Eisenerz war. Seit dem Jahre 1646 finden hier Führungen statt. Johann Wolfgang von Goethe war von ihrem reichhaltigen Tropfsteinschmuck derart begeistert und inspiriert, dass er sie gleich mehrere Male besuchte. Der größte Hohlraum ist der nach ihm benannte Goethesaal mit künstlich angelegtem Wolfgangsee. Ihn kann man nicht nur im Rahmen einer Führung bestaunen, er bietet auch mit seinen 300 Sitzplätzen eine traumhafte Kulisse für Theateraufführungen, Konzerte, Sektempfänge oder Hochzeiten.

Auf der anschließenden Fahrt nach Thale wurde ein kleiner Halt an der Rappbode-Talsperre gemacht. Der Reiseführer erläuterte die Bedeutung dieser Talsperre für die Trinkwasserversorgung im Harz.

Wenig später erreichte man den Hexentanzplatz oberhalb der Stadt Thale, von wo man einen herrlichen Blick über das Bodetal hat.
"Es geht eine Kraft aus der Ruhe, vom Wasser und der Atmosphäre" - das meinte bereits Goethe, als er den Harz bereiste. Die Schönheit der Natur und die vielfältigen Kulturdenkmäler der Region ziehen seit mehr als hundert Jahren Erholungssuchende in ihren Bann. Der 1142 m hohe Brocken (auch "Norddeutschlands schönste Glatze" genannt), der sagenumwobene Hexentanzplatz in Thale, sowie die dichten Wälder und Hochmoore, sorgen für abwechslungsreiche Stimmung. Aus früheren Zeiten sind viele Mythen und Erzählungen überliefert, die dem Harz eine geheimnisvolle Atmosphäre verleihen.

In Genrode stand eine Fahrt mit der Harzbahn an. Bei der beeindruckenden Fahrt konnte man entspannt die Schönheiten der Harzlandschaft erleben.

In Quedlinburg erwartete den Liebhaber der alten Baukunst (hier das Rathaus) eine wahre Augenweide (1500 Fachwerkhäuser). Bei einer Stadtführung wurden der Reisegruppe die sehenswerten Teile der Stadt gezeigt und der geschichtliche Hintergrund erläutert.

Sonntag, 01.06.2008

Nach dem Frühstück ging die Fahrt weiter in die Kaiserstadt Goslar, dem "Nordischen Rom". Hier konnte ein Weltkulturerbe bestaunt werden. Zahlreiche Kirchen und Kapellen bestimmen mit ihren Türmen die einzigartige Silhouette der Stadt. Die Führung begann an der Kaiserpfalz und zog sich, vorbei an sehenswerten Fachwerkgebäuden, bis zum Marktplatz hin und endete dort.
Dann hatten alle die Möglichkeit, sich in einem der umliegenden Lokale für die Heimreise zu stärken.

Auf der Heimfahrt wurde noch ein Halt in Hahnenklee eingelegt, einem heilklimatischen Kurort im Nordwesten des Harz. Gemeinsam wurde die Gustav-Adolf-Stabkirche Hahnenklee besichtigt. www.stabkirche.de

Danach ging es in Richtung Niederkrüchten. Ein kleiner Halt wurde noch an einer Autobahnraststätte gemacht, damit Willi (Fahrer der Firma von den Driesch und seit Jahren zu der Reisegruppe gehörend) seine vorgeschriebene Pause einlegen konnte. Ihm ist ein besonderes Lob auszusprechen, da er die Gruppe in gewohnt ruhiger Art sicher zu den Zielen fuhr.