Niederkrüchtener Unternehmen forciert zukunftsorientiertes Bauen

Am 23.06.2022 traf sich die MIT Niederkrüchten gemeinsam mit dem CDU-Arbeitskreis Wirtschaftsförderung zu einer gemeinsamen Betriebsbesichtigung bei der Firma Derix in Dam. Alle Besucher erkannten sehr schnell, wie nachhaltig die Zielsetzung und die Produktion des Unternehmens sind. „Unter anderem“, so teilte Inhaber Markus Derix mit, „werden bei verschiedenen Projekten Module verwendet, die auch die Möglichkeit der Wiederverwendung bzw. eines späteren Rückbaus und erneutem Einsatz in anderen Baustätten finden.“

Das im Jahre 1926 als Stellmacherei gegründete Unternehmen, welches 1962 in ein Brettschichtholz-Unternehmen expandierte, beschäftigt in der Zentrale in Niederkrüchten u.a. 10 Auszubildende und überwiegend Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen aus dem direkten Umkreis. Neben der Brettschichtverarbeitung bietet die Derix Group auch die sog. X-Lam und Holzmodulbauweise an.

Auch in der Energiegewinnung zeigt sich die Derix Group nachhaltig. So werden die anfallenden Holzspäne u.a. zum Heizen, und der benötigte Strom zu 60% aus erneuerbaren Energien gewonnen. Nicht nur durch die 2019 vorgenommene Erweiterung des Unternehmens wird deutlich, dass eine Zukunft aus ökologischer Sicht im zirkulären Bauen liegt. Die Wiederverwendung der bereits verbauten Hölzer und Module führte zu vielen Fragen der 17 anwesenden Teilnehmer.

Auch das neue Kreisarchiv, an deren Errichtung die Derix Group beteiligt ist, zeigt, dass das zirkuläre Bauen wegweisend für Kommune, Land und private Bauvorhaben sein kann. Ein Blick zu unseren niederländischen Nachbarn bringt hier Aufschluss: Mit dem Circle Amsterdam konnte die Derix Group auch hier international ihre Idee der nachhaltigen und zirkulären Bauweise bereits einbringen und umsetzen.

Im Rahmen der Gespräche kamen auch die wesentlichen Herausforderungen für die Derix Group nicht zu kurz: Hier wurde sehr deutlich, dass der Fachkräfte- und Auszubildendenmangel Unternehmen vor große Herausforderungen stellt. Die Versorgungsengpässe im Hinblick auf den Importstopp schlagen nicht so ins Gewicht, da die Derix Group ihr Holz überwiegend aus dem europäischen Raum bezieht. Vielmehr machte Markus Derix deutlich, dass ihm die aktuelle Zinsentwicklung, der Wegfall der KFW 55 Förderung und die steigende Inflation Sorgen bereiten.

Vor diesem Hintergrund verabredeten Markus Derix  (Inhaber) und Marcus Coenen (MIT Vorsitzender) die weiteren Entwicklungen im Auge zu behalten und im engen Austausch miteinander zu bleiben.